
Antrag zur Sitzung des Stadtrates am 28.03.2022
- Badebus für einen Sommer ohne Schätzlerbad
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, die Stadt möge es Jugendlichen und Familien durch die Einrichtung eines Badebusses in den Pfingst- und Sommerferien und an den Wochenenden ermöglichen, Schwimmbäder in der näheren Umgebung zu erreichen. Als Beispiele seien die Anlagen in Pleystein, Windischeschenbach, Grafenwöhr genannt.
Da auch viele Kinder und Jugendliche aus Altenstadt/WN und Neustadt/WN das Schätzlerbad besuchen, ist zu überlegen, ob – in Zusammenarbeit mit den genannten Kommunen – der Bustransfer auch diesen Kindern und Jugendlichen angeboten werden kann.
Begründung/Details:
Kinder und Jugendliche können immer schlechter schwimmen, immer mehr von ihnen kämpfen mit Übergewicht. In der Pandemie war es Kindern kaum möglich, Sport zu treiben. Schwimmkurse sind rar.
Nun wird im Sommer 2022 das Schätzlerbad wegen dringend notwendiger Sanierungsarbeiten geschlossen bleiben. 2023 können wir uns auf ein umfangreich saniertes Bad freuen, in diesem Sommer jedoch werden vor allem Jugendliche ohne Führerschein kaum eine Möglichkeit haben, ein Freibad mit Schwimmbecken zu erreichen. Das Stadtbad ist aus den bekannten Gründen keine Alternative.
Die Verwaltung möge prüfen, in welchem Umfang das Angebot eines Badebusses und dessen Finanzierung möglich sind. Familien sollen den Bus ebenfalls kostenlos nutzen können, allenfalls gegen eine geringe Gebühr für die Erwachsenen.
Dabei sind rechtliche Fragestellungen im Vorfeld zu klären, so dass ein reibungsloser und sicherer Badespaß möglich wird.
Recherchen aus dem Jahr 2021 haben gezeigt, dass die potentiell Beteiligten (Bademeister der Freibäder, Wasserwacht Weiden, Jugendzentrum Weiden) dem Vorschlag sehr positiv gegenüberstehen, so dass bei diesen Unterstützung angefragt werden könnte.
Ein weiterer positiver Aspekt: Durch ein solches Angebot würden viele Einzelfahrten überflüssig, was die Parksituation an den Bädern entspannen und die Umwelt schonen würde.
Zur weiteren Begründung bitte ich, Stadträtin Laura Weber das Wort zu erteilen.
Mit freundlichem Gruß,
Karl Bärnklau, Fraktionsvorsitzender
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